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Raphael in Japan (日本 に いる ラフィー)
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January 26 Joel & sein Frauenerlebnis: Der SEXBLOG (haha)Hi!
Nachdem ich schon seit ungefähr 3 Jahrhunderten nichts mehr auf meinem Blog geschrieben habe, widme ich mich heute einem ganz besonders interessanten Thema! JAPAN & SEX.....spätestestens ab diesem Zeipunkt sollte ich die Aufmerksamkeit eines jeden Lesers bekommen haben....
Ich werde mich dem ganzen Thema mit einer sehr interessanten Geschichte nähern und dann immer wieder etwas dazwischen näher erläutern.
Joel, mein bester Kumpane hier in Japan, und noch ein paar andere Studenten hier inklusive mir sind vor ungefähr 2 Monaten in Osaka unterwegs gewesen, um uns vom Studienalltag etwas zu erholen und uns prinzipiell niederzusaufen. Bevorzugte Location hierfür ist der Club "Pure", wo man für ca. 20€ all-u-can-drink bekommt. Preislich auf jeden Fall höchstinordnung.
Jedenfalls ist Joel der japanischen Damenwelt nicht abgeneigt und hat sich ins Zeug gelegt, um an diesem Abend vielleicht doch nicht alleine nach Hause gehen zu müssen. Kurze Zeit später hat er schon die Tanzfläche betreten und nach mehreren glücklosen Versuchen eine Dame erspäht, die ihm nicht abgeneigt scheint. Es wird getanzt getrunken etc., bis es ca. 3 Uhr ist und sich Joel mit einer Anfrage an mich nähert. "Hey Dude, that girl is hot! She is like 30 years old, has 2 kids already and she wants to go somewhere else.....Dude, can u give some money cause I might take her to a Love Hotel. I pay u back tomorrow, I swear!"
Erste Erklärung: Das Love Hotel: das Love Hotel ist eine japanische Institution. Es ermöglichte vielen Leute Sex zu haben, weil Japaner:
1. nach meinen bisherigen Erfahrungen sehr sehr sehr oft fremdgehen und das einfach zuhause nicht so gut geht.
2. Häuser mit extrem dünnen Wände haben, d.h. wenn man ungestörten Sex haben will, dann muss man einfach woanders hingehen, weil der Nachbar ja nicht unbedingt mithören soll.
3. oft bis zur Heirat zuhause leben und eben die oben besprochenen "Wände" ein Hindernis sind.
Auf jeden Fall wurde Joel ein Kredit gewährt. Am nächsten Tag habe ich dann eine Anfrage bezüglich des Geldes gestellt, weil es waren immerhin 10.000 Yen (70€).
Ring Ring Ring (Telefonanruf):
Raphi:"Wassup? Tell me......where did u go after Pure?"
Joel:"Hey Dude, I can't belive what happened last night!"
R:"Did u get layed?"
J:"No....."
R:"So....??"
J:"Man that Chick went to another club with me and we danced and shit and I thought we might go somewhere afterwards, but then at 6 in the morning she said "Goodbye" and gave ME 10.000 Yen"
R:"Whaaat?"
J:"She said that she had a lot of fun and i guess that was her way to say thank you! I didnt even touch her or anything.....just dancing and talking!"
Zweite Erklärung: Der Host oder die Hostesse
Der Host sind Männer, die entweder in Bars "arbeiten" oder auf der Strasse unterwegs sind und Damen ansprechen, um mit ihnen einen Abend zu verbringen. Die Männer werden dafür bezahlt und das ganze hat aber nicht das Ziel, wie man es vielleicht in Österreich annehmen würde, dass man gemeinsam in Bett springt und für den Liebesdienst bezahlt wird. Ich habe ein Foto angefügt, damit man sich ungefähr vorstellen kann, wie diese Typen ausschauen. Das Foto ist KEIN Witz.....die schauen wirklich so auch und rennen überall herum!!
Hostesse ist im Prinzip die weibliche Version des ganzen. Nur dass die Frauen nicht auf der Strasse auf Kundenfang aus sind, sondern in Bars arbeiten. Hostesse ist bei Studentinnen einer der beliebtesten Nebenjobs, weil es gute Kohle bringt und "recht" einfach verdient ist. Mich hat das ganze Thema ziemlich interessiert, weil ich nicht ganz verstehen kann, warum man Geld bezahlt, um mit einem anderen Menschen zu reden. (die Spannweite reicht von 40€ bis zu 300€/Stunde fürs Quatschen)
Es gibt übrigens sogar Magazine (die gratis verteilt werden), die verschiedene Host Clubs testen und über die dortigen Angestellten berichten.....In dem selben Magazin hab ich auch eine Werbung dafür gesehen, dass man sich für 12.000 Yen den Slip eines Mädchens kaufen kann. (Wenn nur den Slip haben will kostet das 3000 Yen; 6000 Yen wenn man den Slip dem Mädchen selbst abstreifen will; 12.000 fürs Slipabholen, abstreifen und nachher noch Fotos machen)
Im Endeffekt hat Joel am diesem Abend den Host dieser Mutter mittleren Alters gespielt und wurde danach netterweise von ihr mit 10.000 Yen bezahlt. (Sie hat natürlich nicht gewusst, dass er sich von mir vorher Geld ausgeborgt hat, um die Zweisamkeit unter Umständen in die nächste Stufe zu hieven!!) Keine Ahnung, ob sowas hier eine übliche Praxis ist, aber es ist auf jeden Fall sehr witzig gewesen.
Andere Erlebnisse und Kuriositäten:
Das Telefonhaus: Es ist ein wirkliches Gebäude, welches dazu da ist, um Telefongespräche der anderen Art zu führen. Ich kann nicht ganz verstehen, warum man dafür ein eigenes Haus braucht. In Österreich funktioniert das doch ganz bequem vom eigenen Sofa, wenn man es unbedingt braucht.....
Das Fotohandy: Es ist nicht möglich bei japanischen Handys das Geräusch abzustellen, welches beim Knippsen eines Fotos ertönt. Ganz einfacher Grund: in japanischen U-Bahnen ist es immer öfter zu Belästigungen von Männern gekommen, die Damen unterm Röckchen fotografiert haben und seitdem muss das Handy ein Geräusch machen. Eine Art Warnsignal, oder so??
Der Damenzug: neben den oben genannten Belästigungen gibt es auch immer einen Damenzug, der zu Stoßzeiten unterwegs ist und den nur Frauen betreten dürfen. Mir ist es schon einmal unabsichtlich passiert, dass ich ca. 5 Stationen in diesem Waggon gefahren bin bis ich mich wunderte, warum die Wandbemahlung rosa ist, nur Frauen um mich herum sind und diese mich auch noch böse anschauen! Keine Angst.....ich führte nichts Böses im Schilde und außerdem bin ich ja sowieso ein dummer Gaijin (Ausländer).
Nampa: Keine Ahnung was das Wort genau übersetzt bedeutet, aber es beschreibt die Tätigkeit junger Männer in Einkaufsstrassen zu stehen und zu warten bis ein Mädel sie anspricht und die beiden dann anschließen eigentlich sofort eine Beziehung anfangen.....Wenn Beziehungen unter solche Umständen grundsätzliches Zustande kommen, dann wundert es wohl keinen, dass Japaner gerne fermd gehen....
Mir fallt jetzt nix mehr ein und sowieso wer bis jetzt mit dem Lesendurchgehalten hat ist super und kriegt von mir einen Orden! Machst es guat....woauchimmer ihr seit!
Ciao,
Raphi
PS: Sollte es noch irgendwelche Fragen geben, dann bitte einfach stellen.....
September 17 Hello!Ich habe mir gedacht ich werde weniger erzählen, was mir so passiert etc., weil das ist eh nicht so spannend! (Meine Hauptbeschäftigung besteht nämlich hauptsächlich darin zu lernen) Aus diesem Grund werde ich an dieser Stelle von einigen Kuriositäten berichten, die mir im Alltag so aufgefallen sind....
Erstes Thema: FERNSEHEN
Zuallererst: Japansiches Fernsehen ist ein Haufen Mist. In meinen 2,5 Wochen hier habe ich noch keine einzige Sendung mitbekommen, die auch nur ansatzweise Anspruch oder so hätte und glaubt mir ich habe schon alles durchgezappt. Ich spreche jetzt aber nicht von "Anspruch" im Sinne von ARTE oder 3SAT, sondern einfach ein normales Programm bei man nicht dumm wird vom zusehen.
Meine Lieblingssendung läuft jeden Sonntag zu Mittag perfekt, um daneben sich Futter in Rache zu schieben. Bei dieser Sendung sind die "Kandidaten" ein Ehepaar. Is ja nicht weiter schlimm, jedoch sind die Ehen dieser Paare in der Show von irgendwem arrangiert worden . Ich habe mir von meiner Familie erzählen lassen, dass es nicht unüblich ist das in Japan der Chef der Firma für zwei Single-Mitarbeiter eine Ehe arrangiert und die beiden müssen sich dann ihrem Glück fügen. Ich wurde dann von meinem japanischen "Vater" gefragt, ob das nicht auch so üblich wäre in Österreich....sehr witzig! Jedenfalls kommt das Paar in diese Show, um über Probleme zu berichten und dann regt sich der Mann zum Beispiel auf, dass seine Frau immer Morgensport macht und ihn aufweckt. Als Strafe fürs aufregen muss der Mann dann Sportübungen vor lachendem Publikum machen und wird verarscht. Keine Ahnung, was der Sinn der Show ist, weil die Paare werden nur zum Affen gemacht und ich frage mich auch wieso jemand freiwillig sich das antut und dort hingeht.....naja egal!
Das war jetzt mal der erste Kuriositätenbericht.....
Konbanwa,
Raphael
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